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Mein Leben im Ausland

Sonnenuntergang am Strand von Folkestone. Fotos: Julia-C.Zeng

Sonnenuntergang am Strand von Folkestone.
Fotos: Julia-C.Zeng

Bevor ich nach England kam, sagte mir jeder, dass es hier immer regnet und es im Winter sehr kalt wird. Ich erinnere mich, einen sehr warmen Mantel, Handschuhe und Schals in meinen Koffer gepackt zu haben. Ich bin jetzt allerdings schon mehr als drei Monate hier und habe noch nichts von dem kalten Winter mitbekommen, vor dem ich gewarnt wurde. In meinem Heimatland ist es momentan sogar kälter als hier und ich trage noch nicht mal einen Schal! Ja, es stimmt, dass das Wetter hier sehr schlecht sein kann, es kann regnen und sehr windig sein, vor allem am Meer, aber ich denke, dass es dieses Wetter in jedem Land gibt. Ich werde also diese negativen Meinungen über England ein für alle Mal verbannen, weil es in diesem Land nämlich auch vieles gibt, was man einfach lieben muss.
Etwas, das mir hier wirklich gut gefällt ist das Meer. Jede Nacht vor dem Einschlafen, höre ich wie die Wellen den Strand erreichen – ein sehr entspannendes Geräusch. Am Morgen wache ich auf, schaue aus dem Fenster und sehe den schönsten Sonnenaufgang, den man sich nur vorstellen kann. Ich werde davon nie genug bekommen. Ständig schieße ich tausende von Fotos vom Meer, weil es jedes Mal anders aussieht. Manchmal wirkt es, als ob ein Künstler den Himmel mit all seinen Lieblingsfarben angemalt hätte, einfach nur um den Betrachter glücklich zu machen – sehr inspirierend. Der Ausblick aus meinem Haus ist einfach toll. Bei schönem Wetter kann man sogar die Kreidefelsen von Dover sehen und nachts sieht man Milliarden von Sternen am Himmel funkeln. In der Stadt kann man durch Beleuchtung, Autos und Smog nie Sterne sehen. Hier, in New Romney, hat man dieses Problem nicht und ich liebe das! Ich könnte stundenlang in den Sternenhimmel sehen. Das Gedicht „The Old Astronomer to His Pupil“ (wörtliche Übersetzung: Der alte Astronom zu seinem Schüler) von Sarah Williams ergibt nun endlich einen Sinn: ”I have loved the stars too fondly to be fearful of the night“ (wörtliche Übersetzung: Ich habe die Sterne zu sehr geliebt, um noch Angst vor der Nacht zu haben).
Ich mag Shopping wirklich sehr; alle meine Freunde wissen das und genau aus diesem Grund mag ich Wochenendausflüge. Es gibt hier ein paar schöne Orte zu besichtigen, zum Beispiel Folkestone. Es gibt dort viele Geschäfte, nette Cafés und man kann auch am Strand entlang spazieren und den Sonnenuntergang bestaunen, der einfach unglaublich ist. Aber es gibt auch die Möglichkeit in ausgefallene Restaurants zu gehen und für wenig Geld gut zu essen. Ein weiterer schöner Ort für einen Ausflug ist Dover, vor allem wenn man die Natur liebt. Die Kreidefelsen sind wirklich schön. Dort entlang zu laufen gab mir ein unglaubliches Gefühl von Freiheit und Glück und ist es nicht genau das, wonach wir alle suchen?
Mir bleiben noch zwei Monate in England und ich bin einfach froh darüber hier zu sein, diese andere Kultur kennen zu lernen, Menschen zu treffen und all die Dinge zu genießen, die England zu bieten hat. Ich kann es jedem nur empfehlen, wenigstens einmal im Leben ins Ausland zu gehen, weil es eine Erfahrung ist, die man nie vergessen wird und man sich dabei auch selbst besser kennen lernt. Ich bin ein anderer Mensch als noch vor ein paar Monaten. Ich weiß jetzt besser, was ich vom Leben erwarte und was ich nicht möchte und ich habe gelernt, auch die Kleinigkeiten im Leben zu genießen, die einfach so unglaublich glücklich machen können, wie zum Beispiel ein Sonnenuntergang.

Sonnenaufgang am Strand von New Romney.

Sonnenaufgang am Strand von New Romney.

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